IMG3125swildbienehuus5sw
item1

 

 

 

 

Diverse Stechimmen an der Nisthilfe

Wie Sie bereits gelesen haben, fördert man mit einer Nisthilfe nicht nur die Wildbienen sondern auch eine Vielzahl anderer Insekten, z.B. solitär nistende Faltenwespen, Grabwespen oder auch parasitär lebende Insekten, die für ihre eigene Fortpflanzung auf eine Wirts-Biene oder Wirts-Wespe angewiesen sind.

Im Folgenden einige Fotos meiner Nisthilfe-Nutzer oder Besucher, die nur kurz vorbei schauten :-)

Weiter unten erfahren Sie mehr über die Brutparasiten.

 

 

 

 

item1c
item1d
item1e
item1f
item1g
item1h
item1i
item1j
item1k
item1l

 

 

 

 

Brutparasiten

Brut-und Raubparasiten sind natürliche Gegenspieler der Wildbienen und anderer Stechimmen und Sie werden an Ihrer Nisthilfe ebenso zu beobachten sein wie die Wildbienen oder solitären Faltenwespen.

Man kann die Brutparasiten in zwei Gruppen unterteilen. Die Futterparasiten und Raubparasiten. Die Futterparasiten leben von den Nahrungsvorräten, die die Wildbienen anlegen. Die Raubparasiten befallen die Bienenlarve selbst. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen:

=> Die "Kuckucksbiene" oder "Kuckuckswespe" dringt in noch nicht vollständig verprofiantierte und noch unverschlossene Nester ihrer Wirtsbienen ein und legen ihr Ei zum Nahrungsvorrat. Die Wirtsbiene wird das Nest fertig mit Vorräten füllen und ihr Ei wie gewohnt auf dem Nahrungsvorrat ablegen. Die Brutzelle wird verschlossen. Sobald sich das Ei der Kuckucksbiene zur Larve entwickelt hat, tötet diese das Ei oder die Larve der Wirtsbiene ab. Sie hat dafür speziell umgestaltet Oberkiefer, die sie zur Tötung einsetzt. Danach frisst sie die Nahrungsvorräte sowie die Larve oder das Ei und entwickelt sich in ihrem Wirts-Nest zum fertigen Insekt.

=> Die "Kuckucksbiene"oder "Kuckuckswespe" dringt in das fertig verprofiantierte und verschlossene Nest/Brutzelle ein und zerstört das Ei der Biene oder die bereits geschlüpfte Larve. Dann legt sie ihr eigenes Ei auf den Nahrungsvorrat, welches sich dann in dieser Brutzelle an Stelle der Biene entwickelt und im Folgejahr schlüpft. Diese Larven besitzen keine speziellen Mundwerkzeuge, die das Töten des Wirts-Eis oder der Wirts-Larve möglich machen würden.

=> Futterparasiten ernähren sich vom Inhalt der Brutzellen oder legen ihre Eier in fremde Brutzellen, damit ihre Larven sich dann vom Futtervorrat auf Kosten ihres Wirtes ernähren. Es gibt auch einige ganz normal nistende Bienenarten, die dieses Verhalten an den Tag legen. Sie brechen von Zeit zu Zeit in die Brutzellen von Artgenossinnen ein und vertauschen deren Ei mit ihrem eigenen. Vermutlich hat sich aus diesem Verhalten ursprünglich der Brut-Parasitismus entwickelt.

 

Da "Kuckucksbienen" selber keine Nester bauen und auch keine Nahrungsvorräte sammeln, findet man bei ihnen auch keine Pollensammel-Einrichtungen an den Beinen oder am Bauch, wie sie die Wildbienen haben. Sie sind dadurch aber komplett auf ihren Wirt angewiesen, damit ihr Nachwuchs erfolgreich aufwächst.

Die meisten "Kuckucksbienen" sind auf eine ganz bestimmte Wirts-Art spezialisiert. Sie nutzen also die Nester einer einzigen Bienenart oder einer nah verwandten Art für ihre eigene Fortpflanzung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wildbienen haben unter anderem auch mit Parasiten zu kämpfen, die sich an ihren Körper heften und sie befallen. Zum Beispiel können Milben die Wildbienen derart stark befallen, dass sie sich nicht fortpflanzen können und geschwächt frühzeitig sterben.

Ich konnte bis jetzt an meinen Nisthilfen keine von Milben befallenen Bienen entdecken (worüber ich sehr froh bin), deshalb kann ich Ihnen hierzu keine Foto zeigen. In den empfohlenen Büchern auf der Seite Links / Literatur finden Sie weitere Informationen zu diversen bei Wildbienen vorkommenden Parasiten.

 

 

 

 

item2
IMG3477t
IMG3566t
IMG3574
IMG3575
IMG8930b
IMG9044t
IMG9387t
IMG0115t
IMG3667

....Zuerst schauen ob die Luft rein ist....danach rückwärts in die Niströhre um das eigene Ei abzulegen...

IMG3605
IMG8762t
IMG3955

Hier habe ich ein von der Taufliege befallenes Röhrchen geöffnet. Gut sind die gelben fadenähnlichen Exkremente der Larven zu erkennen, viele Larven krabbeln noch umher.

IMG3950

Am Loch in der Trennwand ist ersichtlich, dass die Larven der Taufliege bereits in die nächste Brutzelle durchgebrochen sind...

IMG3696

Ein weiterer Parasit ist der Buntkäfer (Trichodes alvearius), denn seine Larven ernähren sich von Bienenlarven. Sie brauchen zwei bis drei Jahre für ihre Entwicklung und können während dessen lange Hungerzeiten überstehen.

IMG3982
IMG3988
IMG4185

Ein Trauerschweber (Anthrax sp.). Er kann seine Eier im Flug in die Nesteingänge solitärer Bienen werfen.

Die Inhalte und Fotos dieser Webseite sind Eigentum von "S'Wildbienehuus" und urheberrechtlich geschützt. © SabineWuest

Startseite ein Wildbienenleben Nisthilfe Wildbienen-Pflanzen Wildbienen-Info div. Stechimmen Gut zu wissen! Links / Literatur Galerie Kontakt Shop